Yoga – eine Begriffserklärung von Franz Koosz

Yoga – eine Begriffserklärung von Franz Koosz

Ihr habt sicher schon über den Artikel in der New York Times (How Yoga can Wreck your Body publiziert am 5. Jänner 2012) gehört oder ihn gelesen, dass Yoga gefährlich sein soll und zu schlimmen Verletzungen führen kann… Im Rahmen dessen gibt es viel Aufregung in der Yogawelt…

Wir finden – wo gehobelt wird, da fallen Späne! Wenn unbedacht und zu ehrgeizig yogiert wird (und Yoga machen ist immer noch Yoga ÜBEN), dann können Verletzungen auftreten. Aber normalerweise – unter Anleitung eines qualifizierten Lehrers und mit deinen 5 Sinnen beisammen, ist Yoga immer noch eine der sichersten körperlichen Betätigungen, die du machen kannst… Wovon wir hier meistens sprechen ist Hatha Yoga – also das Körper Yoga (eine Teildisziplin des gesamten Yogawegs). Ha – die Sonne und Tha – der Mond – Hatha Yoga = die Vereinigung / Wiederzusammenführung von Sonne und Mond.

Franz Koosz – ein befreundeter Künstler, Yogalehrer und Yogi bei uns – hat einen Leserbrief an den Kurier geschrieben und Ausschnitte davon haben wir hier für euch gepostet:

YOGA…
ist die Kraft zu jener Wirklichkeit zurück zu gelangen, von der wir (im “Normalfall”) abgeschnitten sind… Wieder Anschluss zu finden – das bedeutet es, ein YOGI zu sein. YOGA heißt: Wiederanschluß, Wiedervereinigung, Wiederverschmelzen” – Zitat Osho: Das Yogabuch – jenseits von Raum und Zeit”
dh: YOGA ist viel mehr als das was Sie (und viele anderen Medien, bzw. was umgangssprachlich in der westlichen Welt fälschlich verbreitet wird) als YOGA darstellen, nämlich das HATHA-YOGA, was bloß eine Teildisziplin des Gesamt-Konzepts YOGA darstellt die auf körperliche Übungen (“Asana”) basierenden Praktiken. Daneben gibt es viele andere “klassische” Yoga-Disziplinen, z.B. RAJA Yoga (rein geistige Bewußtseins-Übungen), BHAKTI Yoga (Empathie/Mitgefühl), KARMA Yoga (uneigennütziges Arbeiten), PRANAYAMA (Atemübungen), DHYANA (Meditation)… etc.
YOGA kann letztendlich alles sein: Lauf-Yoga, Koch-Yoga, Lach-Yoga, Denk-Yoga,… alles, solange das meditative Bewußtsein (DHYANA) im Zentrum dieser
Tätigkeiten steht… es geht ausschließlich um das “HIER und JETZT”. YOGA stellt Dich auf Deine eigenen Beine, und HATHA-YOGA ist zwar eine gute und bevorzugte  Schulungsdisziplin, aber nicht “DAS YOGA”! Es gibt Yogis, die kein Hatha-Yoga betreiben und das ist kein Widerspruch, ganz im Gegenteil, die haben diese Stufe “transzendiert”… nach dem Motto: “ein Meister (bzw. Hatha-Yoga-Lehrer) kann Dir zwar den Weg zeigen, aber gehen mußt Du ihn dann selber.